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Willkommen beim Europäischen Netzwerk der Notrufe für vergewaltigte Mädchen und Frauen (RCNE; Rape Crisis Network Europe).
Ziel des Netzwerkes ist die Unterstützung der Frauennotrufe in Europa, die Unterstützung von Überlebenden sexualisierter Gewalt und die Weiterentwicklung der Arbeit für das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung.
Diese Ziele sollen durch die Kooperation und den Informationsaustausch zwischen den Frauennotrufen, durch die Entwicklung gemeinsamer politischer Strategien sowie durch Fortbildungsmaßnahmen und Kampagnen in der Öffentlichkeit erreicht werden.
Das Netzwerk Europäischer Frauennotrufe will sicherstellen, dass sexualisierte Gewalt benannt wird und national wie international Maßnahmen zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt effektiv im Sinne der Überlebenden umgesetzt werden. Es will sicherstellen, dass alle von sexualisierter Gewalt betroffenen Mädchen und Frauen umgehend professionelle Unterstützung bekommen - können unabhängig davon, in welchem europäischen Land sie leben.
Konkrete Aufgaben des Europäischen Netzwerkes sind folgende:
1. Bereitstellung von Informationsmaterial durch Sammlung von Daten und Erfahrungen, durch Veröffentlichung der Ergebnisse und Sensibilisierung der (Fach-) Öffentlichkeit; Entwicklung und Ausbau des Hilfesystems und Wirken als Kontakt- und Vermittlungsstelle für andere Organisationen und Überlebende sexualisierter Gewalt;
2. Wissenschaftliche Begleitung EU-weiter Aktivitäten, Erstellung internationaler Vergleiche zur Situation gewaltbetroffener Mädchen und Frauen sowie das Aufzeigen von Missständen und Unrecht;
3. Einflussnahme auf das Erziehungs- und Bildungswesen in den EU-Ländern über die dort tätigen Personen und PolitikerInnen sowie die Verbesserung der Curricula im Hinblick auf sexualisierte Gewalt;
4. Anbieten von Fortbildungen für alle Berufsgruppen, die mit sexualisierter Gewalt konfrontiert sind, für professionelle und private UnterstützerInnen; Verbreitung der Fortbildungsangebote durch Kooperation, Austausch von Materialien und Praxiserfahrungen; Entwicklung von Methoden und Richtlinien für die Arbeit verschiedener Berufsgruppen im Bereich der sexualisierten Gewalt;
5. Internationale Vernetzung zur Verbesserung der politischen Einflussnahme, zur Entwicklung von politischen Strategien, die alle Frauen einbeziehen; Entwicklung einer "best practice" und Politikberatung auf EU-Ebene;
6. Einflussnahme zur Veränderung gesetzlicher Regelungen und Standards; Lobbyarbeit zum Erhalt und zur Finanzierung von Organisationen und Institutionen, die für Überlebende sexualisierter Gewalt arbeiten und Kampagnen gegen Gewalt initiieren.
Das Rape Crisis Network Europe arbeitet nach folgenden Grundsätzen:
- Alle Frauen, women of colour, Frauen mit Behinderungen, Migrantinnen, lesbische Frauen etc. sind einbezogen.
- Es werden Patinnenschaften gebildet: die Organisationen unterstützen sich gegenseitig bei speziellen Projekten, Aufgaben etc..
- Zur Weiterentwicklung spezieller Arbeitsfelder werden Arbeitsgruppen gebildet.
- Das Netzwerk organisiert Mentorinnenschaften, um sicherzustellen, dass vorhandenes Fach- und Spezialwissen auch anderen Mitgliedsorganisationen zugute kommt.
- Das Netzwerk arbeitet nach den Prinzipien der Parteilichkeit - im Zentrum der Arbeit steht die Situation und das Interesse der Überlebenden sexualisierter Gewalt.
- Die Arbeit des Netzwerkes wird durchgehend reflektiert, überprüft und evaluiert.
- Die Sicherung und Nachhaltigkeit der Arbeit soll durch Beschaffung von Finanzmitteln für Personal und Ausstattung erfolgen.
Das europäische Netzwerk der Frauennotrufe will mit der Umsetzung der beschriebenen Ziele und Arbeitsgrundsätze auf die europäische Politik und die EU-Verträge Einfluss nehmen, Standards in der Versorgung gewaltbetroffener Frauen und Mädchen schaffen sowie die Einhaltung von Verträgen und Gesetzgebungen mit Hilfe der nationalen Regierungen, der Nichtregierungsorganisationen (NGO's ) und der Menschenrechtscharta durchsetzen.
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